Das künstliche Gelenk und Sport
Was darf ich?
Was sollte ich vermeiden?
Mein künstliches Gelenk erlaubt mir meinen Alltag wieder schmerzfrei zu bewältigen, meine Lebensqualität zu verbessern.
Auch sportliche Aktivitäten sind wieder möglich, sinnvoll ausgewählt steigern sie sogar die Haltbarkeit meines künstlichen Gelenkes durch eine Verbesserung meines Trainingszustandes und Bewegungsablaufes.
Gut geeignete Sportarten:
- Walking und Nordic Walking
- Schwimmen (Kraulbeinschlag)
- Skilanglauf (Diagonalschritt)
- Gymnastik (Dehnungs- und Kräftigungsübungen)
- Radfahren
- Wandern
Bedingt geeignete Sportarten:
- Tennis/Tischtennis
- Jogging
- Golf
- Kegeln
Wenig geeignete Sportarten:
- Alpiner Skilauf (evtl. Schonskifahren für Erfahrene erlaubt)
- Ball- und Kampfsportarten
- Leichtathletik, Turnen
- Reiten
Sport nach Knietotalendoprothese:
Das künstliche Kniegelenk nimmt eine gewisse Sonderstellung ein. Im Vergleich zum künstlichen Hüftgelenk sollten vor allem Drehbewegungen mit gleichzeitiger Belastung vermieden werden.
Sie sollten besonders auf regelrechtes Aufwärmen, Dehnen und eine langsame kontinuierliche Belastungssteigerungachten. Akzeptieren Sie Ihre Grenzen. Gesundheitssport findet im schmerzfreien Bereich statt, ein Gelenkschmerz darf nicht auftreten. Dies sollte jedoch nicht mit einer normalen muskulären Verspannung verwechselt werden.
Ich empfehle
vor Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten ein ausführliches
Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt, um den individuell
richtigen Weg zwischen gelenkstabilisierendem Bewegungsreiz und
schädigender Überlastung zu finden. Auf diese Weise können Sie Ihr Leben mit Ihrem künstlichen Gelenk wieder
genießen, ohne die Haltbarkeit zu verkürzen.
Dr. med. Bernfried Pikal, Unfallchirurg, Waldsassen

