Ernährung des älteren Menschen

Ältere Menschen ernähren sich grundsätzlich nicht anders als junge.

Die Gewohnheiten, Vorlieben und Verhaltensmuster bleiben lange Zeit weitgehend gleich. Was sich jedoch ändert, ist dass ernährungsabhängige Erkrankungen zunehmend symptomatisch werden.

Über Jahre und Jahrzehnte bauen sich langsam Defizite auf, die sowohl die Makro- als auch die Mikronährstoffe betreffen. Es wird zunehmend schwieriger, den Zusammenhang zur Ernährung herzustellen, da der Einzelne über einen langen Zeitraum den Einfluss seines Verhaltens nicht als belastend wahrgenommen hat und daher der Ernährung zu wenig Bedeutung beimisst.

Erst langsam lernen wir, dass sich der Gesundheitszustand verändert und so entwickeln wir auch erst langsam ein Bewusstsein und vor allem eine Bereitschaft für die notwendigen Schritte. Für uns Ärzte wird es daher besonders wichtig, auf den Faktor der Ernährung frühzeitig hinzuweisen. Die Beachtung der Nährstoffdichte gewinnt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung.

Der älter werdende Mensch...

...sollte bei mengenmäßig gleicher oder sogar geringerer Zufuhr der Lebensmittel mit diesen mehr Inhaltsstoffe zuführen. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter auch die Leistungsfähigkeit des Verdauungsapparates selbst nachlässt und daher die Bekömmlichkeit der Speisen beachtet werden muss.

Ein weiterer Faktor ist, dass sich der oxidative Stress über die Jahre langsam aber sicher aufbaut. Gleichzeitig entwickeln sich Defizite in diesem Bereich, so dass es vermehrt zu Schäden durch den oxidativen Stress kommt. Wir erkennen immer mehr, dass unsere Zivilisationserkrankungen - die ja gerade den älteren Menschen betreffen - eine oxidative Schädigung darstellen. Konsequenterweise sollten wir Ärzte dann auch substituiv im Sinne der orthomolekularen Medizin vorgehen. Daher beginnt die Prävention bereits in jungen Jahren.

Dr. med. Andrea Stiasny-Simon, Internistin, Naturheilverfahren, Sportmedizin, Frankfurt am Main


Medizinisches Versorgungszentrum Stiftland
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