Psychotricks gegen Hunger
Es gibt keine Diät, die Spaß macht. Aber mit einigen kleinen
Psychotricks kann man Heißhungerattacken vermeiden und schlechte
Ernährungsgewohnheiten loswerden. Wussten Sie zum Beispiel, dass man
bei klassischer Musik schneller satt wird als bei heißen Rhythmen?
Sofort Schokolade
Machen Sie sich nichts vor, indem Sie versuchen, Süßhungerattacken mit Obst oder Müsli zu vergessen - am Ende wird meistens doch genascht. Essen Sie besser gleich ein Stück Schokolade und denken Sie nicht unentwegt ans Essen. Mit einer Nascherei am Tag sollten Sie sich dann allerdings auch zufrieden geben.
Sitzend essen
Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen, auch wenn es nur eine kleine Zwischenmahlzeit gibt. Setzen Sie sich dabei hin und schlingen Sie nicht, so vergessen Sie auch die kleinen Snacks auf dem „Tageskalorienkonto" nicht.
Romantik macht satt
Klassische Musik und Kerzenlicht machen schneller satt als heiße Rhythmen. In ruhiger Atmosphäre lässt sich das Essen besser genießen. Weil man langsamer kaut und isst, tritt außerdem das Sättigungsgefühl schneller ein.
Gesellschaft macht dick
Den positiven Effekt eines romantischen Abendessens macht man schnell zunichte, wenn man immer gerne in Gesellschaft isst. Denn das gemütliche Futtern im Freundeskreis verleitet dazu, über den Sättigungspunkt hinaus zu essen. Verzichten Sie in solchen Fällen besser auf Nachschlag.
Essen bemessen
Legen Sie schon vor der Mahlzeit fest, wieviel Sie essen möchten und nehmen Sie dann nur diese Menge auf den Teller. So behalten Sie den Überblick über die verbrauchte Kalorienmenge.
Vorher ein Glas Wasser
Essen oder trinken Sie vor der Hauptmahlzeit etwas Kalorienarmes, wie z.B. ein Glas Mineralwasser oder eine klare Suppe. Mit diesem kleinen Trick werden Sie früher und mit weniger Nahrung satt.
Sonnig statt süß
Bewegungsmangel und Stress schlagen im Winter auf die Stimmung. Schuld daran ist ein Mangel an Serotonin. Mit Zucker kann unser Körper diesen Mangel ausgleichen und unserem Wohlbefinden auf die Sprünge helfen. Den gleichen Effekt kann man allerdings auch auf gesündere Art mit Sport oder einem Spaziergang an der frischen Luft erreichen.
Geschenkt
Wer gibt sich schon beim „ All-youcan- eat-buffet“ mit einer Portion zufrieden? Haben wir nicht außerdem schon als Kinder gelernt, den Teller leer zu essen? Machen Sie sich endlich frei von der Angst, Sie müssten etwas verschenken, wenn Sie das Nahrungsangebot nicht voll ausnutzen. Die Quittung für maßlose Schlemmerei gibt es ansonsten später auf der Waage.
Kein Futterneid
Was Andere auf dem Teller haben, sieht oft viel besser aus als die eigene Portion. Wer dem Tischnachbarn das Essen nicht gönnt, greift gerne auch noch ein zweites Mal zu, bis er jede Speise probiert hat. „Futterneider“ essen auf diese Weise oft doppelt so viel, wie sie sich eigentlich vorgenommen hatten. Gönnen Sie den Anderen ihr Essen und denken Sie lieber an die eigene Figur.
Dr. med. Andrea Stiasny-Simon, Internistin, Frankfurt a. M., www.dr-stiasny-simon.de

