Schmerztherapie und Akupunktur –
Westliche Schulmedizin und traditionelle chinesische Medizin

Wir führen diese Leistungen an folgenden Standorten aus:

MVZ Tirschenreuth

Tirschenreuth

  • Funktionelle Schmerztherapie

    Funktionelle Therapie von Schmerzen – Der Mensch als Ganzes

    Ihre Schmerzen, akut oder chronisch, können viele Ursachen haben. Verschleißerscheinungen des Körpers (strukturelle Ursachen) lösen ebenso Schmerzen aus wie falsche Bewegungsabläufe oder Fehlhaltungen (funktionelle Ursachen).

    Das Ziel der “Funktionellen Therapie von Schmerzen“ ist es, die richtige Haltung Ihres Körpers und den natürlichen Bewegungsablauf Ihrer Gelenke wieder herzustellen. Schmerztherapie ist interdisziplinär und multimodal, d. h. für Sie als Schmerzpatient/in müssen Ärzte aus den verschiedensten Fachgebieten, Physiotherapeuten und weitere medizinische Berufe, eng zusammenarbeiten, um Ihnen helfen zu können und für Sie den bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen.

    Unsere Wirbelsäule, Gelenke, Muskulatur, Sehnen und Bänder sind tagtäglich enormen Kräften ausgesetzt. Sie tragen die Hauptlast unseres Körpers, stützen uns und halten uns aufrecht. Normalerweise schaffen sie das auch. Vorwiegend einseitige, meist sitzende Tätigkeiten und mangelnde Bewegung machen Ihrem Körper jedoch immer häufiger zu schaffen.

    Ein dauerhafter Behandlungserfolg ist nur dann möglich, wenn die Ursache Ihrer Beschwerden gefunden und nachhaltig therapiert wird – nicht nur die Symptome.

     

    Woher kommen die Schmerzen?

    Funktionelle Therapie von Schmerzen bedeutet, Fehler in der Statik unseres Körpers zu behandeln und somit die gestörte „Dynamik“ unseres Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Ursachen hierfür sind meist vielfältig. Selten findet sich nur ein Auslöser Ihrer Beschwerden. Vergleichbar mit einem komplizierten Uhrwerk können selbst kleinste Veränderungen große Auswirkungen haben, d. h. (biomechanische) Störungen verursachen, die sich durch den ganzen Körper ziehen und am Ende Ihre Beschwerden auslösen.

     

    Der Mensch zwischen Kopf und Fuß

    Das Kiefergelenk und die Zähne beeinflussen die Statik des gesamten Körpers und nicht nur der Wirbelsäule, genauso wie Fußfehlstellungen oder z. B. ein Gelenkverschleiß im Hüft- oder Kniegelenk. Neben vielen weiteren Faktoren, wie z. B. einer Fehlsichtigkeit oder Störungen im Magen-Darm-Trakt (z. B. das sog. Reizdarmsyndrom) ist das Kiefergelenk bei chronischen Schmerzen als auslösende Ursache in ca. 80 % der Fälle mitbeteiligt.

    Hat es bisher niemand geschafft, Ihre Schmerzen und Dysfunktionen dauerhaft zufriedenstellend zu behandeln, bezieht man auch das Kausystems – das craniomandibuläre System (CMS) – in ein Konzept mit ein. Es berücksichtigt die Bedürfnisse des gesamten Menschen. So steigen – wissenschaftlich gesichert – die Chancen auf nachhaltige Hilfe. Eine umfassende Therapie von „Kopf bis Fuß“ bietet in vielen Fällen die Möglichkeit Ihre Beschwerden deutlich zu verringern oder gar zu besiegen.

     

    Häufig vorkommende Beschwerden

    • Schmerzen, Verspannungen, Blockierungen vor allem im Bereich der Wirbelsäule, insbesondere im Schulter-Nacken-Bereich und der unteren Lendenwirbelsäule
    • Kopfschmerzen, Schwindel
    • Missempfindungen im Bereich der Arme und Beine (z. B. Kribbeln oder ähnliches)
    • Ohrenschmerzen, Tinnitus, Hörminderung
    • Gelenkbeschwerden (z. B. Schulter-, Ellenbogen-, Hüftgelenke, etc.)
    • Wirbelsäulenfehlhaltungen, funktionelle Beinlängendifferenz (scheinbar unterschiedlich lange Beine)
    • Schmerzen in den Kiefergelenken oder im Ober- und Unterkiefer
    • Gesichtsschmerz (auch der „atypische Gesichtsschmerz), Migräne
    • Schnarchen, Schlafstörungen bis hin zur Schlafapnoe
    • Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Globusgefühl
    • Sehstörungen
    • Vegetative Störungen im Bereich der inneren Organe

     

    So verschieden die Ursachen für Ihre Schmerzen sein können, so verschieden müssen auch die Therapien Ihrer Schmerzen sein!

    Von entscheidender Bedeutung ist ein für Sie individuell erstelltes, ganzheitliches Behandlungskonzept: von konservativen bis hin zu operativen Therapiemöglichkeiten.

    Veränderungen der Bisslage, also der Stellung des Unterkiefers zum Oberkiefer, Veränderungen an den Kiefergelenken, aber auch Zahnherde als Störfelder werden dabei in die ganzheitliche Behandlung eines Patienten mit einbezogen. Eine individuell angefertigte Aufbiss-Schiene verhindert, dass Ihr Körper bei einer Fehlbisslage den schiefen Biss immer wieder ausgleichen muss. Deshalb entstehen z. B. muskuläre Verspannungen und Blockierungen wesentlich seltener.

    Am Anfang der interdisziplinären Therapie entsteht nach umfangreichen Voruntersuchungen eine individuell angefertigte, dünne, harte Aufbiss-Schiene. Diese wird auf dem Unterkiefer getragen und ist kaum sichtbar. Die Schiene ist aus gut verträglichem, durchsichtigem Kunststoff. So können die im Behandlungsverlauf notwendigen Veränderungen leicht und schnell durchgeführt werden.

    Später kann die so gewonnene Information über die für Sie ideale Bisslage auf Ihre Zähne übertragen werden.

    Bei Kindern und Jugendlichen kann auch ein funktionskieferorthopädisches Gerät – z. B. ein höhenverstellbarer Aktivator – Hilfe bieten. Dabei handelt es sich um ein dreidimensional verstellbares, kieferorthopädisches Gerät, welches mit dem natürlichen Wachstum arbeitet und dieses auch lenkt.

    Physiotherapie zur Behandlung der muskulären Ungleichgewichte, der Fehlstatik und der gestörten Bio-Mechanik, einschließlich der Behandlung der Kiefergelenke (cranio-sakrale Therapie), ist von entscheidender Bedeutung – ebenso wie der Ausgleich von Fußfehlstellungen oder Veränderungen des Gangbildes durch eine orthopädische Schuh- und Einlagenversorgung.

  • CMD-Schiene zur Schmerztherapie

    CMD – Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion – Kiefergelenksbeschwerden

    Schulmedizin und komplementäre Schmerztherapie stehen in keinem Widerspruch, sondern ergänzen sich, richtig angewandt, in idealer Weise, zeigen oft neue Wege auf, auch in der Behandlung chronischer Schmerzen.

     

    Was ist CMD? Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion

    Eine falsche Bisslage zwischen Ober- und Unterkiefer kann zu starken Beschwerden führen, die von Zähneknirschen, Kopf- und Rückenschmerzen bis hin zu immer wiederkehrenden (therapieresistenten) Blockierungen in der Wirbelsäule und der Ileo-Sacral-Gelenke (ISG). Eine scheinbare, d. h. funktionelle Beinlängendifferenz ist die Folge. Die Auswirkungen dieser Fehlstellung zwischen Oberkiefer (Schädel = Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) werden in der Medizin als Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet.

    Dieses komplexe Krankheitsbild, ausgelöst durch eine Fehlbisslage, kann der Zahnarzt/Kieferorthopäde nur gemeinsam mit einem Orthopäden/Osteopathen diagnostizieren und behandeln.

     

    Schmerztherapie ist interdisziplinär und multimodal!

    D. h. für Sie als Schmerzpatient/in müssen Ärzte aus den verschiedensten Fachbereichen eng zusammenarbeiten, um Ihnen helfen zu können, für Sie den bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen. Bei der Therapie der CMD ist die Zusammenarbeit zwischen dem Zahnarzt, dem Orthopäden/Osteopathen und, vor allem bei jungendlichen Patienten, dem Kieferorthopäden von essentieller Bedeutung. Ärzte weiterer Fachbereiche müssen bei Bedarf zugezogen werden können, z. B. Internist, Augenarzt, HNO-Arzt, …

    Die Beschwerden, welche von einer CMD ausgelöst oder verstärkt werden, sind vielfältig. Sie reichen von lokalen Schmerzen und Funktionseinschränkungen (z. B. Blockierung der Mundöffnung), bis zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule oder in den Armen und Beinen. Auch die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems ist möglich.

     

    CMD – häufigste Krankheitsbilder:

    • Schmerzen im Kiefergelenk, Ober- und Unterkiefer
    • Gesichtsschmerz
    • Ohrenschmerzen, Tinnitus, Hörminderung
    • Schwindel
    • Schnarchen, Schlafstörungen
    • Schluckbeschwerden, Heiserkeit
    • Sehstörungen
    • Spannungskopfschmerzen
    • Schmerzen, Verspannungen, Blockierungen der Wirbelsäule, insb. im Schulter-Nacken-Bereich und der Kreuzdarmbeingelenke
    • Wirbelsäulenfehlhaltungen
    • funktionelle Beinlängendifferenz
    • Gelenkbeschwerden

    Oft leiden Patienten mit einer CMD unter Spannungskopfschmerzen (welche oft mit einer Migräne verwechselt werden) oder Schmerzen/Verspannungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule. Gerade in diesen Fällen ist eine ganzheitliche, gemeinsame Behandlung von Zahnarzt und Orthopäde/Osteopath notwendig, um die Fehlstellung der Kiefer zueinander zu beheben und damit die Schmerzen des Patienten erfolgreich zu behandeln.

     

    Ursachen für eine CMD

    Eine Fehlbisslage kann die verschiedensten Ursachen haben, z. B. Zahnfehlstellungen, zu niedrige oder zu hohe Füllungen oder ungenau angefertigter Zahnersatz. Auch Entwicklungsstörungen der Kiefer, Haltungsstörungen, jahrelanges übermäßiges Zähneknirschen oder Traumata (Unfälle) können der Wegbereiter für eine Fehlbisslage und der daraus entstehenden CMD sein.

     

    Kieferorthopädische Behandlung unter fortlaufender Kontrolle eines Orthopäden?

    Idealer Weise ja. Nur so können mögliche funktionelle Verkrümmungen der Wirbelsäule frühzeitig erkannt, behandelt und in der kieferorthopädischen Behandlung berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für die kieferorthopädische Behandlung von Kindern als auch von Erwachsenen.

     

    Die mit Hilfe des Orthopäden/Osteopathen eingestellte Aufbiss-Schiene – die Hilfe bei CMD gegen Ihre Schmerzen

    Am Beginn einer jeden Therapie steht eine genaue Diagnostik. Dysfunktionen der Kiefergelenke können die verschiedensten Ursachen haben. Jede CMD-Erkrankung ist anders. Darum nehmen wir uns viel Zeit für die genaue Diagnostik und Erstellung der individuell angepassten Aufbiss-Schiene. Die Therapieerfolge sprechen für sich: Die Behandlung der CMD ist ein wichtiger Baustein in der Behandlung, vor allem chronischer Schmerzpatienten.

    Mögliche Wechselwirkungen zwischen den Kiefergelenken, der Wirbelsäule und dem Becken bis hin zu den Füßen müssen dabei immer berücksichtigt werden. Auch unsere Augen und der Bauchraum spielen eine wichtige Rolle.

     

    „Die Wirbelsäule zwischen Kopf und Fuß“

    Vergleichbar mit einem feinen Uhrwerk müssen alle Zahnräder (Funktionen, die Bio-Mechanik unseres Körpers) genau aufeinander abgestimmt sein, um den Behandlungserfolg sicherzustellen. Nur dann kann unser Körper einwandfrei funktionieren.

     

    Die Aufbissschiene

    Die Aufbiss-Schiene, die über den Zähnen des Unterkiefers getragen wird, führt über eine veränderte Position des Unterkiefers gegenüber dem Oberkiefer zu einer Veränderung der Stellung der Kiefergelenke. Hierbei wird die Bio-Mechanik unseres Körpers direkt und indirekt beeinflusst. In unserer interdisziplinären Sprechstunde wird die Schiene in regelmäßigen Abständen kontrolliert und fortlaufend an den Fortschritt der Therapie angepasst. Viele kleine Schritte sind notwendig, um eine CMD zu behandeln, den möglichen Erfolg zu sichern.

    Physiotherapie (Krankengymnastik), Eigentraining des Patienten und vor allem eine sinnvolle Sportausübung helfen, die Bewegungsabläufe und die Körperstatik wieder zu verbessern.

    Ziel der Behandlung ist es, den Unterkiefer zum Oberkiefer in eine geänderte, neutrale Position zu bringen, sodass selbst bei einem sehr festen Biss keine negativen Einflüsse mehr auf z. B. die Wirbelsäule oder andere wichtige, sehr empfindliche Strukturen im Kopfbereich übertragen werden.

    Schulmedizin und komplementäre Schmerztherapie stehen in keinem Widerspruch, sondern ergänzen sich, richtig angewandt, in idealer Weise, zeigen oft neue Wege auf, auch in der Behandlung chronischer Schmerzen.

    Störungen, krankhafte Veränderungen der Funktion unserer Wirbelsäule, der Muskulatur und unserer Gelenke mit dem Kapsel-Bandapparat, verursachen meist nicht nur lokale Beschwerden und Schmerzen, sondern haben einen erheblichen Einfluss auf den ganzen Körper des Menschen. Schmerzhafte Schonhaltungen, Veränderungen des Gangbildes oder ganzer Bewegungsabläufe können auch zu Schmerzen in anderen, weit entfernten Abschnitten unseres Körpers führen. Je nach dem Ort der ersten Schädigung einer Struktur und/oder Störung einer z. B. Gelenkfunktion breitet sich diese nach oben oder nach unten aus.

     

    „Der Mensch zwischen Kopf und Fuß“

    Die Aufgabe des Orthopäden/Osteopathen ist es, sog. aufsteigende Ketten (Störungen) von absteigenden Ketten zu unterscheiden und mit dem Zahnarzt/Kieferorthopäden die möglichen Auswirkungen auf die Bisslage zu besprechen.

    Dies ermöglicht es dem Zahnarzt/Kieferorthopäden, die für den Patienten bestmögliche Bisslage zu bestimmen. Idealerweise führt ein fester Biss zu keiner negativen Beeinflussung des Körpers. Für den Zahnarzt/Kieferorthopäden sind diese Informationen für seine weitere Arbeit von entscheidender Bedeutung.

  • Klassische Schmerztherapie

    Akute, aber vor allem chronische Schmerzen haben meist mehrere Ursachen, sind multifaktoriell bedingt. Selten lassen sich diese auf nur eine Ursache zurückführen. Komplexe Schmerzsyndrome erfordern daher eine komplexe Schmerztherapie, welche auf den Patienten individuell angepasst werden muss.

    Das Wundermittel oder “die Therapie“ gibt es nicht. Schmerzen haben die verschiedensten Ursachen. Dementsprechend müssen die notwendigen Therapien auf der Basis einer umfassenden Untersuchung des Patienten im Einzelfall individuell festgelegt und dem weiteren Therapieverlauf ständig angepasst werden (multimodale Therapie).

    Wir möchten Ihnen einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten geben:

    • Medikamentöse Therapie
    • Invasive Therapie (z. B. Infektionen)
    • Komplementäre Therapie (Osteopathie, Akupunktur/TCM, Homöopathie, …)
    • Physiotherapie und physikalische Therapie
    • Eigentraining, Eigenaktivität, Bewegungstherapie
    • Nervenstimulation
    • Psychologisch-verhaltensmedizinische Therapie
    • Medikamentöse Therapie

    Eine gezielte, aus den einzelnen Patienten abgestimmte medikamentöse Schmerztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen äußerst wichtig. Dadurch kann der/die Patient/in wieder seinen Alltag besser aktiv meistern, sich besser bewegen und schneller wieder z. B. an physiotherapeutischen Behandlungen teilnehmen.

    Es stehen verschiedenste Gruppen von Medikamenten zur Verfügung:

    • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
    • Pflanzliche Medikamente
    • Opoide
    • Antidepressiva
    • Antikonvulsiva

    Die Wirkweise dieser Medikamente ist verschieden. Sie unterbrechen den Schmerz an verschiedensten Stellen im Körper. Oft ist auch eine Kombination zweier oder mehrerer Schmerzmedikamente sinnvoll. So können ihre Wirkungen verstärkt und ihre Nebenwirkungen evtl. vermieden werden.

     

    Invasive Verfahren

    Als invasive Therapieverfahren werden vor allem Injektionen und Leitungsanästhesien, aber auch spezielle Nervenstimulationen oder Schmerzmittelpumpen eingesetzt. Injektionen mit lokalen Betäubungsmitteln werden zur lokalen Schmerzausschaltung eingesetzt, mit Kortisonzusatz auch zur gleichzeitigen Entzündungshemmung z. B. bei akuten Wirbelsäulenbeschwerden aufgrund von Reizungen der kleinen Wirbelgelenke, bei Schleinbeutelentzündungen oder auch Sehnenansatzentzündungen. Auch schmerzhafte Muskelverspannungen oder sog. Triggerpunkte sprechen gut auf diese Behandlung an.

     

    Leitungsanästhesie

    Bei einer Leitungsanästhesie werden die lokalen Betäubungsmittel direkt in die Umgebung der gereizten, übererregten Nervenfasern gespritzt. Ziel der Behandlung ist es, den Schmerz zu unterbrechen, vorübergehend auszuschalten, um die Spirale aus Schmerz – Muskelverspannungen – und einer weiteren Schmerzverstärkung zu unterbrechen. Die Weiterleitung der durch Schmerz ausgelösten, elektrischen Impulse wird blockiert. Häufig werden nicht nur Lokalanästhetika, sondern auch entzündungshemmende Kortikosteroide und abschwellende Substanzen mit injiziert.

  • Akupunktur

    Mit Akupunktur gegen Schmerzen

     

    Altbewährte chinesische Medizin als Therapie

    Die Akupunktur ist eine weit verbreitete Behandlungsmethode, die ihren Ursprung vor mehr als 5.000 Jahren in China hat. Erste Überlieferungen in Europa sind erst seit den 30er Jahren bekannt. Seit den 60er Jahren gibt es Bemühungen, die Akupunktur auf wissenschaftliche Basis zu stellen.

    Wörtlich übersetzt heißt Akupunktur „acus – Nadel“ und „pungere – stechen“.

    Die Akupunktur wirkt über spezielle Akupunkturpunkte. Insgesamt existieren weit über 300 Akupunkturpunkte am gesamten Körper. Diese Hauptpunkte haben im Vergleich zu ihrem Umfeld einen erniedrigten Hautwiderstand. Unter dem Mikroskop sind in diesen Bereichen viele Nervenendungen und kleine Blutgefäße zu entdecken. Durch unterschiedliche Stichtechniken können diese Punkte sediert oder tonisiert werden, je nach Indikation, ob ein geschwächtes Organ gestützt werden soll oder ein schmerzhaft verspannter Muskel Ruhe finden soll.

    Akupunkturpunkte lassen sich jedoch nicht nur mit der Nadel beeinflussen. Man kann auch mit Laser oder durch Druckpunkte stimulieren. Die Akupunkturpunkte befinden sich auf bestimmten Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Diese Bahnen verbinden die Akupunkturpunkte zum einen Miteinander, aber auch mit Organen, Gewebe und Muskeln.

    Die Akupunktur funktioniert auf energetischer Ebene. Neben dieser lokalen Wirkung hat die Akupunktur auch eine allgemeine Wirkung auf Schmerzen. Durch Ausschüttung von bestimmten chemischen Stoffen im Gehirn und Rückmark wird die Weiterleitung des Schmerzreizes blockiert. Im Gehirn werden schmerzlindernde Endorphine ausgeschüttet, die als körpereigene Schmerzmittel hervorragend wirken und ausgezeichnet verträglich sind.
    Die Schmerzlinderung der Akupunktur basiert also auf 3 Säulen:

    • lokale Wirkung auf Muskeln, Gewebe und Organe
    • Hemmung der Schmerzweiterleitung
    • Ausschüttung von körpereigenen Schmerzmitteln

    Das Haupteinsatzgebiet der Akupunktur ist die Behandlung von Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates (z. B. Schulter-Arm-Syndrom, Tennisellbogen, Ischias), atypischer Gesichtsschmerz, Migräne, menstruationsbedingte Kopfschmerzen, aber auch Erkrankungen wie Heuschnupfen und Allergien lassen sich durch Akupunktur gut beeinflussen. Die Gewichtsreduzierungen und Raucherentwöhnung lassen sich durch Akupunktur hervorragend positiv beeinflussen. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Akupunktur in der Schwangerschaft bei Schwangerschaftserbrechen, Rückenschmerzen, geburtsvorbereitende Akupunktur und Schmerzlinderung während der Geburt.

Unsere behandelnden Ärzte für Schmerztherapie und Akupunktur